Aktuelles

Aus gegebenem Anlass ein Aufruf von Therese Schmitt (OV Menningen)

Liebe Ortsvorsteherkollegen, liebe Mitglieder des Ortsrates Menningen,

am letzten Samstag war Gerhard Göttert, der aus Menningen stammt, und den bestimmt noch einige von uns kennen, auf "Heimatbesuch".

Er ist aktiv in der Feuerwehr und unmittelbar "vor Ort". Wie schlimm die Situation in der Katastrophenregion ist, ist kaum vorstellbar. Ich habe ihn gebeten, da ich gefragt wurde von einigen Leuten, die helfen wollen durch z.B. eine Benefizveranstaltung, mir eine Mail dazu zu schreiben und zu informieren, wie die Hilfe am besten ankommt.

Diese Mail leite ich Euch hiermit weiter und würde mich freuen über Vorschläge zu einer Aktion "Der Bietzerberg hilft".

Viele Grüße Therese Schmitt

Direkte Hilfe für die Flutopfer - ein Aufruf von Gerhard Göttert

Liebe Therese,

wie letzte Woche besprochen, melde ich mich nochmal in Bezug auf die Unwetterkatastrophe in unserer Region, die aktuelle Situation der Betroffenen und die Möglichkeit zu helfen.

Kurz zur Einordnung und den örtlichen Gegebenheiten.

Ich wohne mit meiner Familie in der Stadt Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis. Unsere Stadt war ebenfalls vom Unwetter betroffen. Viele Häuser standen teilweise mehrere Tage unter Wasser. Glücklicherweise hatten wir in unserem Stadtgebiet nicht den Verlust von Menschenleben zu beklagen.

Zum Rhein-Sieg-Kreis gehören auch die Gemeinde Swisttal und die Stadt Rheinbach. Swisttal und Rheinbach grenzen unmittelbar an Bornheim. Ebenfalls direkt in unserer Nachbarschaft ist die Stadt Erftstadt.

In den beiden Städten und in der Gemeinde Swisttal kam es zu massiven Zerstörungen und Schäden in Folge des Unwetters vom 14.07.2021.

Die Bilder der Zerstörung gingen durch die Medien. Sie können aber kaum vermitteln was in unserer Region alles zerstört wurde und welche Katastrophe über die Bewohner hier hereingebrochen ist.

In einzelnen Stadtteilen bzw. Straßenzügen gibt es auch fast 3 Wochen nach dem Ereignis noch kein sauberes Trinkwasser, Strom oder Gas.

Viele Bewohner der betroffenen Gebiete sind teilweise immer noch dabei Häuser zu reinigen und Inventar zu entsorgen. Die ersten Bewohner haben mit Trocknungs- und Renovierungsarbeiten begonnen. Dabei werden sie unterstützt von vielen freiwilligen Helfern, der Bundeswehr, der Polizei, der Feuerwehr, dem THW und anderen Hilfsorganisationen.

So schlimm es klingt, im Vergleich zu den ersten Tagen nach dem Unwetter ist es ein riesiger Schritt nach vorne!

An eine Eigenversorgung der Bewohner in den betroffenen Gebieten war in den ersten Tagen nach der Flut so gut wie nicht zu denken. Freiwillige Helfer haben in dieser Zeit dafür gesorgt, dass Kleidung gewaschen, Essen zubereitet und verteilt sowie die Trinkwasserversorgung sichergestellt wurde. Mittlerweile haben die Hilfsorganisationen die Versorgung der Menschen in den hart getroffenen Gebieten sichergestellt.

Es ist absehbar, dass der Wiederaufbau Monate teilweise Jahre dauern wird. Manche Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes „alles verloren“! Und dazu zählen nicht nur Häuser, Wohnungen, Möbel und Fahrzeuge sondern auch Unterlagen, Briefe und Fotos. Erinnerungen an ein ganzes Leben vom Schlamm begraben oder von den Wassermassen weggespült.

Es sagt sich so leicht „vieles davon ist ersetzbar“. Die Angst vor der Zukunft und der Schock des Erlebten sitzen tief bei den Betroffenen aus dem Katastrophengebiet. Etliche haben keine ausreichende Versicherung und werden ohne finanzielle Hilfe nicht in der Lage sein sich wieder ein zu Hause aufzubauen.

Du hast mir gesagt, dass in Menningen und auf dem Bietzerberg eine große Hilfsbereitschaft besteht.

Was die Menschen hier bei uns und im Ahrtal jetzt brauchen sind finanzielle Hilfen.

Hilfsorganisationen haben sich zusammengeschlossen und über das Bündnis „Deutschland hilft“ zu Spenden aufgerufen (https://www.aktion-deutschland-hilft.de/de/spenden/spenden/?fb_item_id=40824651). Ich bin sicher, dass hierüber viele Spenden zusammenkommen und auch zielgerichtet eingesetzt werden.

Wenn Ihr konkret die betroffenen Bewohner in unserer Region unterstützen möchtet, sind nachfolgend die regionalen Spendenkonten aufgeführt:

1)

Rheinbach

Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“

Raiffeisenbank Voreifel: IBAN DE 33 3706 9627 0058 0000 35

Verwendungszweck: „Hochwasser“

Wenn gewollt kann im Verwendungszweck angegeben werden, dass Spendengelder auch nach Swisttal oder die Ahr gehen.

2)

Rheinbach und Swisttal

Rhein-Sieg-Kreis (Rheinbach & Swisttal)

Kreissparkasse Köln: IBAN DE54 3705 0299 0001 0694 48

VR-Bank Rhein-Sieg eG: IBAN DE78 3706 9520 1109 6900 11

Verwendungszweck „Flut 2021“

3)

Erftstadt

Kontoinhaber Stadt Erftstadt

IBAN: DE20 3705 0299 0190 2794 24

Kennwort: Für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Leider gibt es auch viele Menschen die mehr verloren haben als ihr Hab und Gut. Nach aktuellem Stand hinterlassen über 180 Tote in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen Kinder, Geschwister, Eltern, Partner, Verwandte und Freunde.

Ganz besonders betroffen (auch aus einer jahrelangen Verbundenheit) hat mich der Tod von drei Feuerwehrkameraden aus dem Rhein Sieg Kreis, die im Einsatz bzw. in Folge der Flutkatastrophe verstorben sind.

Vielen Dank für die Unterstützung und Bereitschaft zu helfen an alle in Menningen und auf dem Bietzerberg.

Viele Grüße aus dem Rheinland

Gerhard Göttert

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