Der Herr über Leben und Tod hat bis zum Jahr 2016 zu sich gerufen

bis zum Jahr 2016

Nachruf auf einen Freund:

Prof. Dr.h.c.Fred Oberhauser ist gestorben. Als er uns zusammen mit seiner Frau Gabriele im Herbst 2008 besuchte und ich ihm von der Idee und dem Auftrag des Mehrgenerationendorfs berichtete, schlug er vor, unserem Projekt eine kulturelle Basis zu geben und einen "literarischen Stammtisch" zu begründen. Er war unser erster Gast und stellte seinen gerade preisgekrönten "Literarischen Führer Deutschland" in Bietzen vor. In das schöne und umfangreiche Buch schrieb er zur Erinnerung den Satz von Mascha Kaleko: "Wie vieles seh ich, was ich nicht mehr seh". Jetzt muss ich, in Dank und Traurigkeit, diesen Satz leicht abgewandelt wiederholen: Wie viele seh ich, die ich nicht mehr seh!

Wolfgang Werner

Nachruf für Stefan Biewer

Zur Erinnerung an Stefan Biewer der am 03.06.2015, im Alter von nur 41 Jahren, aus diesem Leben trat.

Ein Bietzer Mitbürger, Musiker und Feuerwehrmann.

Nachruf für Manfred "Fredi" Horf

Bürgermeister a.D. Manfred Horf verstorben

Der ehemalige Merziger Bürgermeister a.D. Manfred Horf ist am Abend des 16. Januar 2015 verstorben. Der 67jährige war von 2000 bis 2014 Bürgermeister der Stadt Merzig. Zuvor war er bereits 20 Jahre im Merziger Stadtrat, davon 5 Jahre als Fraktionsvorsitzender der CDU, sowie 6 Jahre Orts­vor­steher in seinem Heimatort Bietzen.

Aber auch im sozialen und sportlichen Bereich war Manfred Horf sehr stark aktiv. Abgesehen von wenigen Jahren der Unterbrechung, war Manfred Horf seit 1977 Vorsitzender seines Heimatfußball­vereins SF Bietzen-Harlingen, sowie Vorsitzender des Hilfsvereins Trias oder als stellv. Vorsitzender der Lebenshilfe Merzig. Nicht zu vergessen sei die Beschäftigungsinitiative Merzig e.V. (BIM), deren Vorsitzender Horf für 12 Jahren war.

Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie.

Weißer Rabe: Zum Tod von Manfred Horf.

Wir alle haben einen Menschen verloren, der zu uns freundlich war. Damals in der Stadthalle, bei der Feier zum 60. Geburtstag, wiederholte der frühere Kultusminister immer wieder diesen Satz: Der Fredi ist ein guter Mann . Der Fredi war ein verlässlicher Freund. Er war zuvorkommend im Umgang, hörte geduldig zu, handelte und half, wo er konnte. Er war ein Freund für viele. Man brauchte nie Angst zu haben, dass er das Erfahrene missbräuchlich verwenden werde. Seine Partei habe ich nie gewählt, nur einmal, als es um seine Person, als es um Fredi Horf ging. Der Fredi war ein Mann des Gemeinwesens, der Polis, ein Politiker im besten Sinne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich irgendwann einen eigenen Vorteil aus seinen Ämtern verschaffte. Er war ein loyaler Mann. Ich denke, dass seine amtlichen und politischen Partner und auch die Gegner übereinstimmend ein solches Zeugnis ablegen werden.

Der Fredi rauchte gerne Zigarren. Ich habe mich immer gefreut, wenn ich schon von weitem den angenehmen Duft und die angenehme Persönlichkeit auf mich zukommen spürte. Ich glaube, dass er die Zigarren-Marke mit dem ihm eigenen Humor ausgesucht hatte. Als Vertreter der Schwarzen rauchte er die Marke Weißer Rabe . Ich weiß nicht, ob folgendes zutrifft, ob ich mir das nur zurechtphantasiert habe, aber das ist gleichgültig, wenn es nur dazu dient, dass eine Erinnerungsspur festgehalten wird: auf dem Treppenabgang zur Bietzener Kirche gibt es seitlich in der Wand einige Furchen oder Rinnen. Dort sollen die männlichen Kirchgänger für die Zeit des Gottesdienstes jeweils ihre Zigarre abgelegt haben. Auch wenn diese Geschichte nicht zutreffen sollte, ich will, dass es für unseren Freund Fredi Horf in Bietzen ein Denkmal gibt, und wenn es auch nur diese Geschichte und das damit verbundene Erinnert werden sein sollten. Bei der Unesco nennt man das ein immaterielles Kulturerbe . Der Fredi war tatsächlich ein Repräsentant für das Bewahrens werte in unserer Kultur.

Dieser Nachruf ist uns übersendet worden mit der Bitte diesen ohne Angabe des Verfassers zu veröffentlichen. Selbstverständlich kommen wir dieser Bitte nach.

Nachruf für Bruder Lutwin Dollwet

Bruder Lutwin Dollwet ist am 17.11.2014 verstorben.

Möge er in Frieden ruhen.

Seiner Familie gilt unser aufrichtiges Beileid.

VINC IST WIEDER ZUHAUSE.

Nachruf für Vinc

Ich bin ein alter Bietzerberger . Ich bin zwar nicht hier aufgewachsen und habe meine Jugend nicht hier verbracht. Aber auch wenn ich hier in die Schule gegangen wäre und später in die Gaststätten und Discos, damals hätte es die Wirtschaft noch nicht gegeben, die Vinc und Bruni in unserem Dorf betrieben haben. Meine jüngeren Freunde und Bekannten aber sprechen sehr oft von Vinc, wenn sie von ihrer Jugend sprechen und von Bruni, seiner resoluten Lebensgefährtin, die drei Jahre vor ihm gestorben ist. Sie können sein liebes Gesicht nicht vergessen, das in der Luke vor dem Durchreichen erschienen ist, wenn die Pizza fertig war. Jetzt hat uns auch Vincenzo verlassen, mitten im Sommer. Ich sehe ihn in der Frühe nicht mehr beim Bäcker, am Mittag nicht mehr, wenn er zum alten Pfarrgarten geht, wo immer noch der Rosmarin wächst, der an ihn erinnert und der seiner Pizza einen so guten Geschmack verliehen hat. Ich sehe nicht mehr sein Lächeln, höre nicht mehr seine freundliche Stimme, die meinen jüngeren Freunden wie ein Klang aus der Jugend vertraut ist. Vor 10 Jahren habe ich mich in seiner Gaststätte und in seiner Gesellschaft mit einem Freund zur Vorbereitung einer Wanderung getroffen, die uns auf den hohen Weg, auf die alta via, durch die Dolomiten führen sollte. Und er hat uns vorgeschwärmt, wie und wo es besonders schön ist in seiner ersten Heimat, in Südtirol. Jetzt ist er heimgekehrt, und wir Leute vom Bietzerberg haben uns gar nicht mehr bedanken können.

Dieser Nachruf stammt von einem Bietzer Bürger, der anonym bleiben will, sich aber auf diesem Wege von Vinc verabschieden möchte.

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