Wettbewerb 2008-2010

Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement - Bietzen wurde auf Landesebene mit der Goldmedaille im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" belohnt.

Im 23. Landeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft" wurde Bietzen mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Damit wird Bietzen als Golddorf" 2010 das Saarland beim Bundeswettbewerb vertreten.

Stärkung dörflicher Identität
Ziel des Wettbewerbs Unser Dorf hat Zukunft" ist die Stärkung bürgerschaftlichen Engagements und dörflicher Identität. Die Einbeziehung verschiedener Generationen und die Pflege von Natur und Umwelt sind Aspekte, unter denen die aktive Beteiligung der Bürger erfolgreich verlaufen soll.
Mehr-Generationen-Dorf
Die Jury lobte Bietzen für den gesamtheitlichen Ansatz auf allen für den Wettbewerb relevanten Ebenen. Als Beispiele gelungener Maßnahmen wurden u. a. die Verknüpfung der Heilquelle mit der Naturlandschaft und das ehrenamtliche Engagement bei dem in Wert gesetzten" Mühlental hervorgehoben. Auch die Gestaltung des Pfarrgartens und das genutzte hohe touristische Potenzial" wurde von der Jury gelobt. Das Projekt "Mehrgenerationenhaus" belege, dass Bietzen ideenreich auch dem demografischen Wandel begegne.

Insgesamt 80 Dörfer aus den Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken hatten sich im vergangenen Jahr am Wettbewerb auf Kreisebene beteiligt.


Bietzen macht sich wettbewerbsfit

Beim Neujahrsempfang in Bietzen ging es auch um den Bundeswettbewerb von „Unser Dorf hat Zukunft“, an dem Bietzen teilnehmen wird. Die ganze Dorfgemeinschaft, Vereine und Institutionen bereiten sich vor.

Lesen Sie die Berichterstattung in der Saarbrücker Zeitung vom 19.01.2010

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Kommisionsbesuch

Am Donnerstag, dem 2. September 2010 erwarten wir die Jury des Bundesentscheides des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" zur entscheidenden Ortsbegehung.

In Bietzen steigt die Spannung. Grund dafür ist der bevorstehende Besuch der Bewertungskommision des Bundeswettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" am 2. September 2010 in der Zeit von 9.30 - 12.00 Uhr. Dieser Tage sieht man überall die Bietzener in Vorgärten wirken, um das Dorf in einem ansprechend und gepflegt zu präsentieren. Liebevoll werden Fassaden neu gestrichen. In der Dorfmitte wird das neu angelegte Blumenbeet bei den momentan herrschenden heißen Temperaturen engagiert mit Wasser versorgt, ... Es ist nicht zu übersehen: Jeder Bietzener hat das Bedürfnis, einen persönlichen Beitrag dazu zu leisten, einen Sieg auf Bundesebene möglich machen zu können.

Doch ganz gleich was der Tag der Entscheidung bringt - schon jetzt steht fest: "Der Gewinner sind wir!" Wir haben für uns und unser Dorf in der Gemeinschaft viel bewirkt. An dem Erreichten können wir uns schon jetzt und jeden Tag aufs Neue freuen.

Herzlichen Dank für dieses schöne Bietzen! Herzlichen Dank für dieses bemerkenswerte Engagement!

Besuch der Bundeskommission

Am 2. September 2010 war es nun endlich soweit - Die Bundeskommission von "Unser Dorf hat Zukunft 2010" besucht uns in Bietzen.

Schon früh war man an diesem Tag auf den Beinen, denn die Kommission hat sich für 9:30 Uhr angemeldet, um unseren Ort für den Wettbewerb unter die Lupe zu nehmen. Viel wurde getan in letzter Zeit, genauer gesagt in den letzten 10 Jahren, um an diesem Tag das bestmögliche Ergebnis für unseren Ort zu erzielen. Überall wurde erneuert, renoviert, restauriert, Arbeitsgemeinschaften gegründet - kurz gesagt: Unser Dorf hat eine Gemeinschaft entwickelt, die Ihres Gleichen sucht. So war es auch kein Zufall, dass an einem Donnerstagmorgen um 9:30 Uhr eine stattliche Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern in der Dorfmitte bereit stand, um die Kommission gebührend zu empfangen. Selbstverständlich haben auch die Landrätin und der Oberbürgermeister sowie der Ortsrat von Bietzen nicht gefehlt, ebenso wie Abgeordnete von Ministerien der Landesregierung. Insgesamt standen weit über 80 Personen bereit, die Kommission auf ihrem Weg durch Bietzen zu begleiten.

Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Ortsvorsteher Manfred Klein, ein paar Grußworten der Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und des Oberbürgermeisters Dr. Alfons Lauer stellte sich der Vorsitzende der Kommission Michael Pelzer und sein Gefolge kurz vor.
Ohne langes Zögern begannen wir dann der Kommission einen kurzen Überblick über unser Dorf zu geben anhand von Bannern die die 5 Grundthemen der Jury beinhalteten. Damit Bewegung in die Sache kam, folgte direkt im Anschluss der Rundgang durch unser schönes, lebendiges Dorf. Beginnend am Dorfgemeinschafthaus führte der Weg die Kommision die Hauptstraße entlang bis zum Anwesen Dollwet in der Menningerstraße, welches auf herausragende Art und Weise ein Beispiel dafür ist, was man aus alten, ortstypischen Bauernhäusern mit viel Liebe und Arbeit wieder zaubern kann. Auch die Jury war davon sehr begeistert - fordert man doch den Erhalt alter Bausubstanz. Auch die Einbindung des Neubaugebietes "Unter Meiers Gärten" in den Ort sammelte Pluspunkte bei der Jury. Weiter ging es vorbei am Anwesen der Familie Schmitt, ebenfalls ein hervorragend restauriertes altes Bauernhaus im Dorf, bis zum Friedhof.
Hier wurde über das Lichtkreuz und die Arbeit des Heimatkundlichen Vereins über das Thema "Vom Krieg zum Frieden" erläutert. Auch die Anlage des Friedhofes stellte ein weiters Highlight des Rundganges. Vom Friedhof weiter ging es in 2 Kleinbussen durch den Ort bis zum Eingang des Ohligsbachtales, auch Mühlental genannt, bis zum runden Türmchen.
Dort stellte Prof. Wolfgang Werner das Geschichtsdorf Bietzerberg näher vor. Zu Fuß ging es dann weiter bis zur Waldklasse wo die Forscherschule eine kleine Überraschung für die Jury parat hatte. Sie stellte der Jury auf Ihre Weise dar, warum und wo es hnen in Bietzen so gut gefällt. Weiter führte der Weg bis zur Brücke zwischen Bietzen und Menningen, wo unser Umweltbeauftragter Tobias Kreiselmeyer der Kommission die Arbeit der AG Mühlental und das Aussehen des Mühlentales von vor 10 Jahren näher brachte. Staunende Gesichter der Kommission waren Lohn und Ansporn zugleich, unsere Arbeit in diesem Bereich auf jeden Fall weiterzuführen.
Von hier aus ging es dann weiter mit den Bussen bis zur Heilquelle, wo dann Gelegenheit war das Wasser der Heilquelle zu kosten, während Marianne Lorreng Wissenswertes über das Salzbiotop weiter geben konnte. Auch Hubert Kerwer konnte an diesem Ort noch geschichtliche Informationen über Bietzen an die Jury weitergeben. Weiter im Programm ging es dann wieder zurück in den Ort, vorbei am "Paul Schneider Platz", dem Sportplatz, dem Verbund "Kindergarten-Schule-Sportverein-Feuerwehr-Kath. Jugend", Schulhof, Edelobstbrennerei bis hin zum Freiluftatelier von Prof. Paul Schneider, der in seinem "Garten" der Jury seine Kunstwerke näher erklärte. Auch so etwas sieht die Kommission nicht überall auf Ihrer Rundreise durch Deutschland.
Vom Anwesen Paul Schneider führt der Weg zu Fuß bis zur Pfarrkirche, in der erneut eine Überraschung wartete. Der Kirchenchor mit seinem Chorleiter Johannes Kerwer stimmte beim Betreten der Kirche von der Kommission ein Lied mit Orgelbegleitung an, was sich für die Jurymitglieder als sehr imposant herausstellte. Die Kürze der Zeit lies leider keinerlei Spielraum für weitere Ausschweifungen, so musste Hubert Kerwer mit einer Kurzfassung der Geschichte der Pfarrkirche auskommen.
Im Angrenzenden Pfarrgarten war es dann Stefan Dollwet Aufgabe die Neugestaltung und Pflege des Pfarrgartens näher zu erläutern, bevor es Manfred Klein, als Vorsitzenden des Vereins "Bietzerberg-miteinander, füreinander" gelang, auf unsere Reaktion auf den demografischen Wandels hinzuweisen in Form des "Mehrgenerationenendorfes Bietzerberg". Ebenso konnte man hier im Pfarrgarten, den Umbau des "Alten Pfarrhauses" zum Stützpunkt des Mehrgenerationendorfes erklären.
Zurück auf den Dorfplatz wo dann in Form des "Bäckermeisters und seinem Altgesellen" der krönende Abschluss des Rundganges auf die Jury wartete. Unser Bäckermeister verstand es mal wieder in seiner Art der Jury noch mit ein paar nette Worten "Tränen vor Lachen" in die Augen zu treiben und ihnen als Gastgeschenk ein "Erntedank-Brot" zu überreichen. Unter tosendem Applaus der immer größer werdenden Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern auf dem Dorfplatz bedankte sich die Jury bei den Anwesenden für die Gastfreundschaft die ihnen entgegengebracht wurde und verwies darauf, dass egal wie der Wettbewerb für uns ausgehen würde, wir auf jeden Fall zu den Gewinnern gehören, ja sogar der Vergleich mit der Champions-League wurde angeführt, seien wir doch von ursprünglich 3330 Orten bereits unter den letzten 30 gelandet.
Allerdings lies es sich die Jury nicht nehmen, vor der Weiterfahrt nach Rumbach (RP), noch von den bereitgestellten Edelobstbränden der Brennerei Rausch zu kosten, um sich dann endgültig auf die Weiterfahrt zu machen.
Im Ort zurück blieb die Gewissheit, dass wir alles mögliche getan haben, um diesen Tag so perfekt wie möglich zu gestalten. Als Dank für die Unterstützung lud der Ortsvorsteher die Anwesenden Bürgerinnen und Bürger im Anschluss noch zu einer Gulschsuppe ein, um diesen Tag würdevoll und in Gemeinschaft noch ausklingen zu lassen - Frei nach dem Motto: "Darauf trinken wir noch einen..."

Das Ergebnis des Wettbewerbes wird am Freitag erwartet, wo in einer Feierstunde im DGH mit Spannung darauf gewartet welche Punktzahl wir erreicht haben.

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Lesen Sie hier auch die Berichterstattung der Saarbrücker Zeitung der KW 35 2010

Bericht vom 2.9.2010 als PDF zum Download [2.475 KB]

Bericht vom 3.9.2010 im überregionalen Teil als PDF zum Download [3.021 KB]

Bericht vom 3.9.2010 im Regionalteil als PDF zum Download [1.833 KB]


Lesen Sie hier auch die Berichterstattung von "Neues aus Merzig" der KW 36 2010

Bericht als PDF zum Download [82 KB]